Berndt

Friedrich August Gottlob Berndt

*14. Mai 1793 in Nantikow (Neumark) † 1. Januar 1855

 

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Friedrich August Gottlob Berndt, Arzt, geb. 14. Mai 1793 in Nantikow (Neumark), erhielt seine erste medicinische Ausbildung bei einem Chirurgen in Landsberg, fand später in der med.-chirurg. Pepiniere in Berlin Aufnahme, machte als Compagnie-Chirurg den Feldzug nach Paris mit, habilitirte sich, nach dem er 1814 in Jena den medicinischen Doctorgrad erlangt hatte, 1815 in Landsberg und wurde 1816 zum Physikus des Küstriner Kreises ernannt. Seine praktischen und literarischen Leistungen verschafften ihm einen so allgemeinen Ruf, dass B., nach Mende's Abgang, 1824 als Professor der Geburtshülfe und Staatsarzneikunde nach Greifswald berufen wurde; hier entwickelte er eine in der Tat „riesenhafte“ Tätigkeit, die es ihm ermöglichte, zeitweise fast sämtliche Hauptlehrgegenstände der ganzen Heilkunde zu vertreten und wesentliche Verbesserungen und Erweiterungen der Unterrichts-Institute herbeizuführen, während er gleichzeitig einer sehr umfangreichen ärztlichen Praxis vorstand. Nach der, wesentlich durch seine Bestrebungen herbeigeführten, Reconstruction der med. Facultät wirkte B. als klinischer Lehrer der innern Medicin und der Geburtshilfe rastlos bis zum J. 1854; im Frühling dess. J. erkrankte er an Gicht und erlag derselben am 1. Januar 1855. – B. schließt sich der großen Zahl der eklektischen Ärzte seiner Zeit an; vorwiegend dynamisch-vitalistischen Speculationen huldigend, aber mit vortrefflicher Beobachtungsgabe ausgestattet, war er aufs eifrigste bemüht, den Fortschritten der Wissenschaft auf den Gebieten der Pysiologie, pathologischen Anatomie und der klinischen Erfahrung zu folgen und dieselben wissenschaftlich und praktisch zu verwerthen. (wikipedia)